Reisebericht

Reisebericht

Rundreise China

Peking und Shanghai

16.05.2016-24.05.2016

 

In Mai 2016 waren wir für kurze 8 Tage in China. Wir hatten leider nicht mehr Zeit und konnten uns somit nur Peking und Shanghai ansehen. Beide Städte waren sehr beeindruckend aber auch total unterschiedlich. Natürlich haben wir einen Abstecher zur Chinesischen Mauer gemacht! Mit KLM ging es wieder von Düsseldorf über Amsterdam nach Peking und von Shanghai zurück über Amsterdam nach Düsseldorf.

Hier ein paar Essenstipps für China

Visum für China

 

REISEBERICHT CHINA


Peking

Peking ist total interessant, vielseitig und bietet viele Paläste. Darüber hinaus bietet Peking einen großen Einblick in die Geschichte. Wir sind früh morgens um 6:00 Uhr chinesischer Zeit gelandet und hatten den ersten Tag doch stark mit der Müdigkeit zu kämpfen, da in Deutschland ja eigentlich abends war. Daher hieß es den ganzen Tag aktiv zu sein um bloß nicht müde zu werden.

Verbotene Stadt

Nachdem wir in unserem Hostel eingecheckt haben ging es also direkt zur Verbotenen Stadt. Die schwüle Luft und der wenige Schlaf hat uns aber etwas zu schaffen gemacht und vor allem ich hatte am Anfang etwas Kreislaufprobleme. Die Verbotene Stadt ist von einem großen Wassergraben umgeben und ist die größte Palastanlage der Welt. Der Name entstand, weil es früher normal Sterblichen verboten war die Stadt zu betreten.

Der Haupteingang in die Verbotene Stadt ist das Mittagstor von dem aus man direkt auf den großen Hof mit dem Palast Tor der Höchsten Harmonie gelangt. Auf der gesamten Palastanlage findet man mehrere Löwen, Elefanten und Drachenköpfe als Steinfiguren. Und die Chinesen empfanden uns auch als eine Attraktion und wir haben gemeinsame Fotos gemacht 😉

Bird’s Nest

Weil wir noch nicht ins Hostel wollten, aber eigentlich schon total fertig waren sind wir noch kurz zum Bird’s Nest gefahren. Das Bird’s Nest ist das Olympiastadion der Olympischen Sommerspiele von 2008. Um das Stadion herum gibt es das angelegte Olympische Dorf durch das wir etwas durchgeschlendert sind. In der Nähe haben wir dann auch noch ein Shopping Center gefunden. Nachdem wir etwas gebummelt haben waren wir dann aber doch ziemlich müde und lagen gegen 18:00 Uhr im Bett.

Lamakloster

Am zweiten Tag ging es ausgeschlafen Richtung Lamakloster. Der Besuch des Lamaklosters ist ein „Must-Do“ in Peking. Der Tempel ist der Stern am buddhistischen Firmament und hat wunderbar ausgearbeitete Verzierungen, Statuen und Dächer. Der Duft von Räucherstäbchen liegt in der Luft während man den Tempel besucht.

Konfuzius Tempel

Fußläufig vom Lamakloster liegt der Konfuzius Tempel. Der Tempel ist nicht ganz so überlaufen und stellt zu dem sonstigen Trubel in Peking eine kleine Ruhe Oase dar. In der Mitte steht der malerische Palast umgeben von einem kleinen Wassergraben.

Spaziergang durch die hutongs

Anschließend ging es zu Fuß durch die hutongs von Peking. Hutongs bedeuten „enge Gassen“ und ist kleines Labyrinth an eingeschossigen Häusern und historischen Hofhäusern in Peking. Man kann sehr entspannt durch die engen Gassen schlendern und es gibt einiges zu sehen – für alle Sinne 😉 Wir folgen einer Route aus unserem Reiseführer* durch die Hutongs, die nach ca. 1 Stunde Fußweg am Glocken- und Trommelturm endet.

Glockenturm und Trommelturm

Der Glockenturm steht mitten in den hutongs und hat einen wunderbaren Ausblick auf die hutongs und auf den Schwesterturm „Trommelturm“. Der Trommelturm war damals die offizielle Zeitmessung für die Stadt indem die Tageszeiten mit Trommeln und Glocken verkündet wurden. Auch den Trommelturm kann man über eine steilte Treppe besteigen. Man kann allerdings nicht den Glockenturm sehen.

Chinesische Mauer – Weltwunder

Endlich ging es zur Chinesischen Mauer! Die Große Mauer wurde vor über 2.000 Jahren gebaut um sich vor Raubüberfällen zu schützen. Der Bau dauerte ca. 100 Jahre und hat viel Geld und viele Menschenleben gekostet. Es gibt verschiedene Abschnitte von der Chinesischen Mauer, die man besichtigen kann. Wir haben uns für den renovierten Abschnitt Mutianyu entschieden. Diese ist gut von Peking zu erreichen. Wir haben damals einen privaten Fahrer über eine Freundin gebucht, die in China gewohnt hat. Ihr könnt aber auch vor Ort verschiedene Angebote buchen. Wir haben für unseren Fahrer ca. 100€ bezahlt und er hat dann am Parkplatz auf uns gewartet. Entweder könnt ihr euch einen Taxifahrer für den ganzen Tag buchen oder ihr nehmt einfach ein Taxi zur Mauer und später wieder ein anderes zurück. Vor Ort finden sich sonst auch immer noch spontan Leute, die sich ein Taxi zurück nach Peking teilen möchten.

Das Highlight am Abschnitt Mutianyu ist, dass ihr mit der Seilbahn hoch- und runterfahren könnt ODER ihr nehmt zurück die Rodelbahn! Beide Tickets kosten ca. 25€.

Lest hier unseren ausführlichen Bericht zum Weltwunder!

Sommerpalast

Ein Einblick in das kaiserliche Leben bietet der Sommerpalast in Peking. Der Sommerpalast diente für die Kaiser als Rückzugsort um der sticken Sommerhitze in der Stadt zu entkommen. Der Palast ist sehr großzügig mit einem See und mehreren Palästen angelegt. Durch den Sommerpalast kann man ein paar Stunden durchschlendern und sich die chinesischen Malereien ansehen. Der See ist leider nicht sehr sauber und auch die Luft an dem Tag war schon sehr diesig.

Street Food Market

An unserem letzten Tag in Peking mussten wir noch das kulinarische Angebot testen und haben den Street Food Market in Peking besucht (Dong’anmen Street, in der Nähe vom Tiananmen Platz). Es ist einfach nur total beeindruckend und natürlich auch etwas skurril was es alles in China zu essen gibt. Bei manchen Sachen haben wir uns auch nicht ganz getraut zuzuschlagen. Henning hat sich einen kleinen Spieß mit so kleinen frittierten Krabbeltierchen gegönnt.

Shanghai

Mit China Southern ging es dann von Peking nach Shanghai. Ihr könnt auch den Schnellzug nehmen, der die 1.300 km lange Strecke mit einer Höchstgeschwindigkeit von 350km/h fährt. Wir haben die Flugtickets aber recht günstig bekommen und haben somit das Flugzeug genommen.

In Shanghai haben wir meine Freundin getroffen, die uns den ersten Tag durch die Stadt geführt hat. Es lohnt sich schon, wenn man jemanden vor Ort kennt und ein paar Insider erhält. Unsere Restaurantauswahl ist in Shanghai somit viel besser ausgefallen als in Peking 😉 Shanghai ist das totale Gegenteil von Peking: moderne Großstadt mit vielen Ausgehmöglichkeiten und sehr schön angelegten und modernen Stadtteilen. Das Highlight ist natürlich der Bund, die Uferpromenade am Huangpu Fluss.

Xintiandi und Tianzifang

Xintiandi und Tianzifang liegen beide in der Französischen Konzession, dem eleganten Teil von Shangahi. Die alten Wohngebäude sind in dem alten Stil erhalten und bieten die perfekte Kulisse um in einem netten Café oder Restaurant zu sitzen und etwas zu flanieren.

Xintiandi gehört als Viertel zu den Wahrzeichen von Shanghais. Es ist ein gehobener Ausgeh- und Shoppingviertel. Die alten Häuser der Shikumen sind aufwendig renoviert es gibt es viele Sitzplätze von den umliegenden Cafés und Restaurants und eine Fußgängerzone führt durch das Viertel. Shikumen ist eine traditioneller Architekturstil aus der Kombination von chinesischen und westlichen Einflüssen aus den 1860er. In der Fußgängerzone gibt es ein Shikumen Haus, welches man von innen besichtigen kann um ein Gefühl für das Leben damals und die Architektur zu bekommen.

Tianzifang ist auch ein kleines Viertel mit vielen kleinen Gassen. Hier gibt es aber im Gegensatz zu Xintiandi mehr kleinere Geschäfte zum flanieren. Es erinnert mehr an ein Künstlerviertel.

Bund

Der Bund in Shanghai ist die berühmte Uferpromenade in Shanghai und war einst die Wall Street in Shanghai. Am besten spaziert man einfach etwas am Bund entlang und lässt den Blick über den Fluss auf die hohen Bürogebäude im Viertel Pudong schweifen. Wir waren abends auf der Rooftop Bar des xx Hotels und hatten einen (wenn auch leicht teuren) Weißwein mit einer super Aussicht auf den Bund und Pudong. Vorher waren wir super lecker im Lost Heaven Bund essen. Hier gibt es auch eine Dachterrasse mit Bar (wenn auch nicht ganz so hoch).

Yu Yuan Garden

Der Garten Yu Yuan ist eine sehr schöner Garten mit vielen kleinen Teichen, Pavillons und Blumen und Blüten mitten in Shanghai. Leider ist der Garten auch sehr überlaufen und richtige Entspannung kommt nicht auf. Aber es ist trotzdem ein Ausflug wert!

Nanjing Road

Unser Hostel hatten wir in der Nähe der Nanjing Road, die die Haupteinkaufstraße in Shanghai ist. Hier ist es vor allem abends lohnenswert herzu schlendern. Alles ist voller Neonschilder und viele Chinesen halten sich auf um in kleinen Gruppen zu tanzen. Hier haben wir auch in einem Restaurant Hot Pot gegessen. Wir hatten eine riesengroße Auswahl und haben unser Gemüse, Fleisch und Fisch in die heiße Brühe „getunkt“. Vom Geschmack her hat es uns nicht sonderlich überzeugt. Aber man muss es mal gemacht haben 😉

Little Venice -Zhujiajiao Ancient Town

Etwas außerhalb von Shanghai kann man das kleines Städtchen Zhujiajiao besuchen. Es erinnert an Venedig mit den kleinen Flüssen und Brücken. Man kann durch das kleine Dorf etwas durchschlendern und es gibt ein paar kleine Shops. Allerdings fanden wir auch den Geruch etwas streng.

Wir wünschen euch viel Spaß bei eurer Reise nach China!


Visum

Um in China einzureisen benötigt ihr ein Visum. Ihr könnt entweder direkt zur Botschaft gehen (aber das ist etwas aufwendig) oder ihr könnt es über eine Agentur beantragen. Wir haben es über Visa Dienst Bonn gemacht und waren mit dem Service und dem Ablauf sehr zufrieden. Ihr schickt euren Pass einfach per Post hin und bekommt ihn kurz danach wieder. Je nachdem wie lange ihr Zeit habt bis ihr das Visum braucht, gibt es verschiedene Tarife.

Luftqualität

Die Luft in China ist wirklich etwas diesig. Wir hatten mit dem Wetter an sich relativ viel Glück und konnten immer relativ weit sehen. Ich habe von Freunden gehört, dass die Sicht an manchen Tagen ziemlich schlecht ist.

Kultur

Man muss die Chinesische Kultur so nehmen wie sie ist. Das Essen ist für unsere Europäischen Gaumen etwas „außergewöhnlich“ und in Europa sieht man nicht so oft die Menschen wie sie lautstark ihre Nase hochziehen oder eben auch etwas aus ihrer Nasen lassen ohne Taschentuch. Oft haben Männer auch einen sehr langen Nagel am kleinen Finger. Dies ist ein Zeichen von Wohlstand, da der lange Fingernagel bedeutet, dass man nicht zu den einfachen Arbeitern gehört, die sich täglich ihre Hände bei schwieriger Arbeit schmutzig machen müssen.

Restaurants und Essen

Da die Essenskultur etwas anders ist in China hatten wir am Anfang etwas Schwierigkeiten was gutes zu Essen zu finden. Daher haben wir ehrlich gesagt in Peking nicht ganz so gut gegessen. Da wir in Shanghai meine Freundin getroffen haben, haben wir dann endlich sehr sehr gutes Chinesischen Essen gehabt.

Unsere Tipps für euch in Shanghai:

  • Lost Heaven Bund
  • Sichuan Citizen
  • Kartell (Bar)

Kulinarisch müsst ihr unbedingt folgende Sachen in China essen:

  • Beijing Duck
  • Hot Pot
  • Dumplings

 

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