Reisebericht

Reisebericht

Rundreise Jordanien

15.09.2017-27.09.2017

 

In September 2017 waren wir für 12 Tage im wundervollen Jordanien! Wenn man an typische Urlaubsziele denkt, steht bei den meisten wahrscheinlich nicht Jordanien auf der Liste. Dies liegt wohl an den Nachbarländern Saudi Arabien, Israel, Irak und Syrien. Allerdings darf man nicht vergessen, dass in Jordanien Frieden herrscht. Als wir im Freundes- und Familienkreis von unseren Plänen erzählt haben, kam unsere Idee nicht gut an. Wir wollten aber unbedingt in dieses spektakuläre und noch nicht allzu touristisch überlaufene Land! Jordanien bietet die Felsenstadt Petra (gehört zu den neuen sieben Weltwundern), atemberaubende Wüstenlandschaften, Berge und das Rote und Tote Meer und ist absolut empfehlenswert!

 

Detaillierte Route Rundreise Jordanien

Wir sind 12 Tage mit dem Auto durch Jordanien gefahren und sind in der Hauptstadt Amman gestartet.

  1. Amman
  2. Jerash
  3. Dana
  4. Petra (Wadi Musa)
  5. Aqaba (Rotes Meer)
  6. Wadi Rum
  7. Totes Meer

 

 

Planung Jordanien Reise – Roadtrip mit dem Auto durch Jordanien

Nach einer langen Beratung in der Buchhandlung über einen passenden Reiseführer für Jordanien, haben wir uns damals für den englischsprachigen Reiseführer* von The Rough Guide entschieden und wir waren damit wirklich sehr zufrieden und haben dort gute Informationen und Tipps bekommen.

Hinkommen

Wir sind mit Royal Jordanien über Berlin nach Amman geflogen. Royal Jordanien fliegt noch weitere Flughäfen (z.B. Frankfurt oder München) an. Ansonsten gibt es zahlreiche weitere Verbindungen nach Amman. Seit neustem bietet Ryanair auch sehr günstige Verbindungen nach Akaba an.

Reinkommen

Ihr benötigt zur Einreise ein Visum, welches ihr aber direkt am Flughafen beantragen könnt (40 JOD). Alternativ, und das ist auch unsere Empfehlung, könnt ihr euch im Vorfeld den Jordan Pass kaufen, welcher neben dem Visum auch noch den Eintritt zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten (inkl. Petra) beinhaltet. Guckt euch auf der Homepage einfach um, dort gibt es verschiedene Pakete, je nach Länge eures Aufenthalts. Wir haben den kleinsten Pass für 70 JOD gekauft. Da der Eintritt für Petra sonst schon 50 JOD kostet und das Visum 40 JOD spart ihr sofort mit dem Jordan Pass.

Rumkommen

Öffentlicher Nahverkehr ist in Jordanien quasi nicht existent. Und ohne arabische Sprachkenntnisse auch nicht zu empfehlen. Die beste Art zu Reisen ist somit via Mietwagen. In Amman könnt ihr aufgrund des Verkehrs auch einfach ein Taxi nehmen. Wir haben uns über Sixt einen Mietwagen gebucht, welcher jedoch in keiner Art und Weise dem europäischen Sixt Standard entsprach. Sei es drum, konnte wenigstens wenig kaputtgehen und nach kurzer Beschwerde bei Sixt Germany nach der Rückkehr gab es nochmal 1/3 zurück als Entschädigung.

Was kostet die Reise nach Jordanien?

Jordanien ist kein ganz günstiges Land um Urlaub zu machen. Für die Übernachtungen haben wir im Durschnitt 76€ pro Nacht bezahlt. Im Vergleich zu anderen Ländern ist bei uns die durchschnittliche Übernachtung sonst deutlich günstiger. Aber wie immer kommt es hier natürlich auf die gebuchten Hotels und Kategorien an. Der Flug hat 500 € gekostet und der Mietwagen 377 € (wobei wir hier nach einer nachträglichen Beschwerde bei Sixt ja noch einmal 100€ erstattet bekommen haben). Die Preise für Lebensmittel und Getränke (kommt etwas auf den Ort an) ist vergleichbar mit Deutschland, teilweise etwas günstiger.  Vor allem auf den Märkten bekommt ihr frisches Obst und Gemüse zu einem fairen Preis. Alkohol (wenn es ihn gibt) ist sehr teuer. In Summe haben wir pro Person für etwas weniger als 2 Wochen 1.700 € ausgegeben.


REISEBERICHT JORDANIEN

 

Amman

Die Hauptstadt liegt rund 30 Automieten vom internationalen Flughafen entfernt und hat einen modernen, neuen Teil sowie einen älteren, traditionelleren Teil. Wir entschieden uns für letzteres und waren einigermaßen froh, als wir unser Auto in einem kleinen Hinterhof/Parkplatz hinter unserem Hotel abstellen konnten. Der Verkehr ist wirklich nichts für deutsche Autofahrer und Parkplätze sind eindeutig Mangelware. Drum durften wir mit unserem Auto auch unseren Schlüssel abgeben, da der Parkplatzwächter unseren Wagen im Laufe der Tage mehrmals um parkte um andere Autos ein- oder auszuparken. Aufregend, spannend, aber am Ende sollte alles klappen.

In Amman findet das lebendige Leben zum großen Teil in der Gegend um die Rainbow Street und Sha’aban Street statt. Restaurants en Masse, viel Treiben auf den Straßen und windige Händler an jeder Ecke – arabisches Leben wie man es sich vorstellt. Wir schlenderten einige Zeit durch die Straßen und beobachteten interessiert das Leben. Ein simples Nein reichte übrigens in nahezu allen Fällen aus um ungehindert weiterlaufen zu können. Während die Rainbow Street inkl. seiner Seitenstraßen als ziemlich „hippe“ Gegend gilt (und zahlreiche gute Restaurants bietet, z.B. Mijana), findet ihr hinter der Grand Husseini Mosque traditionelle Märkte und Basare. Der Kontrast wird auch im Kleidungsstil der jordanischen Frauen sichtbar: Sehr modern, teilweise mit kurzen Hosen und ohne Kopftuch auf der Rainbow Street, sehr traditionell auf dem Basar. Super spannender Kontrast.

Jordanien war rund 800 Jahre unter römischer Herrschaft und somit ist auch Amman noch sehr römisch geprägt. Insbesondere an den Sehenswürdigkeiten kann man sehen, welchen Einfluss die Römer auf Amman hatten. Auch schön, dass, nach Rückeroberung der Stadt durch die Araber die römischen Bauwerke nicht vernichtet wurden, sondern bis heute noch Bestand haben.

Nymphäum

Unweit von der Husseine Moschee findet ihr das Nymphäum, welches ihr am Besten nach einer kleinen Tour über den Markt erreicht. Der Markt selber bietet alles, was das Herz begehrt: Arabische Süßigkeiten, Obst oder Gemüse. Gestärkt (man kann einfach nicht nichts kaufen J ), schlenderten wir dann zum Nymphäum und waren einigermaßen enttäuscht – Nicht, weil das Nymphäum nicht eindrucksvoll vor uns lag, sondern, weil es gerade komplett restauriert wird und nicht betretbar war – Schade!

Amphitheater

Etwas weiter die Straße runter wurden wir dann aber entschädigt: Das Roman Theatre bzw. Amphitheater lag vor uns: Unfassbar groß, mitten im Hang inmitten der jordanischen Hauptstadt – einfach beeindruckend. Mit dem Jordan Pass könnt ihr natürlich hineingehen und das Theater erklimmen: Von oben habt ihr nicht nur einen guten Blick auf das Theater, das benachbarte Odeon und Amman; ihr seht auch die Zitadelle bzw. den Zitadellenhügel, welcher hoch über Amman thront. Nach einer Pause im Schatten des Hügels zogen wir dann weiter in Richtung der Zitadelle, welche ihr entweder zu Fuß (Lang und steiler Fußweg!) oder per Taxi erreicht. Wir entschieden uns für das Taxi und konnten nach einigem Verhandeln einsteigen.

Zitadellenhügel

Der Zitadellenhügel ist Wahrzeichen verschiedenster Kulturen und Innbegriff des Wandels, welcher in Jordanien stattgefunden hat. Erstmals in der Bronzezeit besiedelt, gaben sich im Laufe der Jahrtausende die Perser, Babylonier, Griechen, die Römer und zuletzt die Araber die Klinke in die Hand und ergänzten das Gelände, ohne zu viel zu zerstörten. Dies erledigte dann ein schweres Erdbeben, dennoch könnt ihr noch heute wesentliche Ruinen sehen. Mit dem Jordan Pass kommt ihr erneut umsonst auf das Areal und könnt euch auf die Sehenswürdigkeiten stürzen. Insbesondere der Herkules Tempel und der Umayyaden-Palast Al-Qasr sind sehenswert. Zudem bekommt man auch von hier einen schönen Blick auf Amman, das Theater und die Neustadt, welche die Skyline in der Ferne ziert.

Jerash

Da Amman schnell erkundet war, setzen wir uns am nächsten Tag in unser Auto und fuhren in den Norden nach Jerash, wo ihr die Ruinen von Jerash erkunden könnt. Jerash ist eine der größten und am besten erhaltenen römischen Städte und bietet auf einem riesigen Areal allerlei Erinnerungen an das römische Zeitalter. Alle Bauwerke aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, daher hier nur kurz die bedeutendsten: das ovale Forum (welches zu unserer Reise leider gerade für ein Open-Air-Konzert von Andrea Bocelli vorbereit wurde – bestimmt eine coole Sache, leider schlecht für Fotos), der Hadriansbogen, der Jupiter-Tempel, der Artemis-Tempel sowie der Cardo Maximus. Unbedingte Reiseempfehlung für Jerash, welches natürlich auch im Jordan Pass enthalten ist.

Auf dem Rückweg von Jerash nach Amman haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp in dem Syrischen Eissalon Bekdash gemacht. Hier gibt es syrische Eiscreme mit Pistazien! Ein absoluter Muss. Das syrische Eis ist nicht mit „unserem“ Eis zu vergleichen und lässt sich auch schwierig beschreiben. Aber: es ist wirklich lohnenswert es zu probieren. Der Eissalon ist an der Al-Madina Al-Monawara Street.

Dana

Dana ist ein Naturreservat und liegt zwischen Amman und Aqaba. Das Dorf Dana hat nicht viel zu bieten und liegt weit ab vom Schuss direkt an den Schluchten und Bergen im Reservat. Unser Hotel (Dana Guesthouse) lag direkt an einer Schlucht und hatte vom Balkon aus und aus dem Zimmer einen hervorragenden Blick auf die Schluchten. Der Clou an dem Hotel war, dass man in der Dusche eine große Fensterfront hatte und somit das Gefühl hatte, dass man direkt in der Natur duscht. In dem Naturgebiet kann man Wanderungen mit Guide vornehmen. Da wir nur eine Nacht in Dana hatten, haben wir es zeitlich leider nicht geschafft. Da wir am Toten Meer zum Schluss eigentlich „zu viel“ Zeit hatten, würde ich beim nächsten Mal eine Nacht mehr in Dana einplanen oder eine Tour schon vorab buchen um die Möglichkeit zu haben an einer teilnehmen zu können.

Wir sind dann aber auf eigene Faust los zum Dana Nature Reserve. Dazu sind wir mit dem Auto zu dem „Checkpoint“ gefahren (Die Unterkunft hat uns den Weg auf einer Karte ausgedruckt). Hier sollten wir uns anmelden. Leider war weit und breit niemand zu sehen und wir standen etwas ratlos rum. Wir haben dann irgendwann einfach überlegt weiterzufahren und haben das Tor aufgemacht und wollten gerade den Berg runterfahren, als dann doch auf einmal jemand ankam. Man darf mit dem eigenen Auto nicht in das Gebiet fahren. Nach ein paar Minuten wurden wir dann abgeholt und wir sind den buckeligen und steilen Weg runter zu einem Camp gefahren. Der nette Herr hat uns dann gezeigt wo wir mit unserer Wanderung starten können. Wir sind dann einen kurzen Rundweg gelaufen und sind auf einem Berg hoch. Von hier aus konnten wir dann die riesige Schlucht und die Berge sehen. Der „Wanderweg“ war nicht unbedingt ausgeschildert und den Rückweg mussten wir uns etwas ersuchen.

In dem Camp kann man eigentlich auch übernachten, was wir uns auch sehr cool vorstellen. Allerdings hat uns der Besitzer erzählt, dass sie in den letzten Jahren aufgrund der Lage in Syrien schon starke Einbrüche bekommen haben und das Camp fast immer leer steht. Schon schade, wenn so ein schönes Land und Gegend für das Nachbarland bestraft wird.

Petra

Von Dana ging es dann weiter Richtung Wadi Musa. Hier liegt das Weltwunder Petra. Die Innenstadt von Wadi Musa bietet ein paar Geschäfte und Restaurants. Wenn man Richtung Petra fährt ist es schon alles etwas touristischer und an der Straße ist ein Restaurant nach dem anderen. In der Altstadt von Wadi Musa haben wir einen sehr guten (und preiswerten) Schawarma gegessen. Die Schlange war riesig und alle Einheimischen kamen vorbei um sich ihr Mittagessen abzuholen. Wir sind dann kurz zu Petra gefahren um uns Tickets für Petra by Night für abends zu holen. Auf der Dachterrasse von unserem Hotel mit Blick über Wadi Musa haben wir sehr gut zu Abend gegessen bevor es zu Petra by Night ging.

Petra by Night

Bei Petra by Night lauft ihr abends durch das Siq bis zum Schatzhaus und überall auf dem Weg und vor dem Schatzhaus sind Kerzen aufgestellt. Am Schatzhaus setzt ihr euch dann auf dem Boden und lauscht der (eher schlechten) Musik, die mit einem traditionellen Instrument gespielt wird. Abschließend gibt es noch Tee und ihr könnt in Ruhe auf das Schatzhaus staunen und dem Lichtspiel zu sehen. Petra by Night findet nicht jeden Abend statt. Wir hatten Glück, dass es zeitlich passte und wir am nächsten Tag direkt Petra angesehen haben. Petra by Night war sehenswert, aber ich glaube es ist auch nicht schlimm, wenn ihr es zeitlich nicht einrichten könnt.

WICHTIG: Petra by Night ist nicht in dem Jordan Pass enthalten. Der Eintritt kostet 17 JOD und Petra by Night findet immer Montag, Mittwoch und Donnerstag statt. Die Tour beginnt um 20:30 Uhr und ihr müsst euch vorher (auf der Webseite steht überall bis 16:00 Uhr – aber unser Hotel meinte, dass wir einfach vorher hingehen können um die Tickets zu holen) die Tickets am Schalter kaufen. Da wir abends nicht ohne Ticket dastehen wollten, sind wir einfach kurz mit dem Auto vorbeigefahren und haben uns die Tickets gekauft. Die meisten Hotels bieten euch natürlich auch an die Tickets zu holen, aber dann müsst ihr meistens einen Aufpreis bezahlen.

Petra

Die Felsenstadt Petra mit ihren prunkvollen Fassaden und den reichen Verzierungen gehören bis heute zu den großartigsten Bauwerken des Orients. Diese präzise Baukunst, die in den Felsen geschlagen ist, ist einfach unglaublich und muss einfach nur bestaunt werden.

Das Areal ist wirklich sehr groß und weitläufig und total beeindruckend. Durch die Hitze solltet ihr sehr früh morgens starten. Nachdem ihr durch den Haupteingang durch seid kommt ihr sehr schnell in das 1,2 km lange Siq (Schlucht). Ab Mittags staut sich hier die Luft und es kann sehr heiß und drückend werden. Das erste was ihr seht sobald ihr am Ende des Siqs ankommt ist das riesige Schatzhaus, welches wahrscheinlich das bekannteste Motiv von Petra ist. Vieles ist auf dem riesigen Areal noch gar nicht entdeckt: erst vor kurzem wurde noch eine zweite Ebene unter dem Schatzhaus entdeckt. Wenn ihr den Weg rechts an dem Schatzhaus entlang folgt, kommt ihr automatisch zur Fassadenstraße, das Zentrum von Petra. Hier seht ihr links und rechts die Gebäude und Gräber von Petra.

Wenn ihr die Fassadenstraße weiter folgt erreicht ihr den Aufstieg zur Monastery (Ad-Deir). Hier müsst ihr sehr viele Treppenzwischen den Felsen hochsteigen. Der Aufstieg dauert ca. 45 Minuten und kann einen schon aus der Puste bringen. Trotzdem ist der Weg (vor allem Vormittags) noch gut machbar. Alternativ könnt ihr auch mit Eseln den Weg hochreiten. Auf dem Weg sind immer wieder kleine Stände, die Souvenirs und Getränke verkaufen. Oben angekommen habt ihr einen herrlichen Blick auf das Ad-Deir. Und das Beste ist: Nicht alle Touristen machen sich die Anstrengung und laufen hier hoch. Wir waren fast alleine oben und konnten ganz entspannt in dem Café sitzen und zu sehr fairen Preisen eine Erfrischung trinken.

In ganz Petra findet ihr immer wieder kleine Souvenirshops und Möglichkeiten etwas zu Essen. Toiletten gibt es auch und die meisten sind wirklich in Ordnung. Auf dem Aufstieg zum Ad-Deir gab es nur Dixi Klos, die bei den Temperaturen nicht unbedingt ansehnlich waren.

Weitere Eindrücke von Petra

Aqaba

Von Petra aus ging es dann in den Süden nach Aqaba zum Roten Meer. Aqaba liegt direkt am Roten Meer im Süden von Jordanien. Es ist ein netter Abstecher zum Roten Meer aber man muss auch sagen, dass es für europäische Frauen schwierig ist direkt in Aqaba am Strand zu sein. Wir haben einen kurzen Spaziergang am Roten Meer entlang gemacht und sind dann etwas in die Stadt. Hier gibt es sehr viele moderne Restaurants und auch vereinzelt Liquor Stores. In den Restaurants selber gab es aber kein Alkohol. Ihr könnt aber sehr viele Bootausflüge aus Aqaba auf dem Roten Meer buchen, meistens direkt im Hotel. Wir sind stattdessen aber in den Berenice Beach Club gefahren. Wir waren unter der Woche da und es war angenehm leer. Hier gibt es einen Pool mit vielen Liegen und Sonnenschirmen und einer Bar mit Snacks und Getränken (kein Alkohol). Dann gibt es noch direkten Zugang zum Roten Meer. Hier haben wir einen entspannten Tag im coolen Wasser verbracht.

Da man um nach Wadi Rum (absolut empfehlenswert) fast sowieso bei Aqaba mit einem kleinen Umweg vorbei kommt, könnt ihr euch überlegen, ob ihr in Aqaba noch einen Halt machen wollt oder nicht.

Wadi Rum

Vom Roten Meer ging es dann erst mal in die Wüste nach Wadi Rum. Wir haben uns dazu entschieden eine Wüstentour mit Übernachtung zu machen und haben es kein bisschen bereut. Wir haben eine Unterkunft (eine Art Zeltlager) gebucht, die auch gleichzeitig die Wüstentour mit anbieten. Euer eigenes Auto lasst ihr am offiziellen Eingang stehen. Hier wurden wir von unserem Gastgeber abgeholt und da wir etwas zu früh dran waren, sind wir erst einmal zu ihm nach Hause gefahren und haben seine Frau und Kind kennengelernt und haben Tee bekommen. Hier wurde uns dann auch der weitere Ablauf erklärt. Da es sich nicht unbedingt gelohnt hätte sofort zu starten und dann in der Unterkunft in der Wüste so früh anzukommen, hat er uns vorgeschlagen noch eine kleine Wanderung zu machen und Lunch zu haben. Wir sind dann zu einem kleinen Kiosk gefahren und haben versucht etwas essbares für unser Lunch zu finden. Es wäre eventuell ratsam schon etwas auf dem Weg zu kaufen um mehr Auswahl zu haben. Wir haben uns dann dünnes Fladenbrot, Frischkäse und Plastikteller und -messer gekauft. Unser Guide hat uns dann zu dem „Wanderweg“ gebracht. Man läuft in der Wüste einen Berg hinauf bis man zu einer Wasserquelle (im Schatten!) kommt. Der Weg war angenehm zu laufen, obwohl die Sonne natürlich schon etwas stark war. Auf dem Weg sind uns kleiner Schulklassen entgegen gekommen und an den Felsen haben wir einige Kletterer gesehen (denn Wadi Rum ist auch bekannt für das Klettern). Oben angekommen gab es eine kleine Wasserquelle und wir haben uns im Schatten auf die Steine gesetzt und unser Fladenbrot mit Frischkäse gegessen. Hier waren wir dann am Anfang alleine und konnten die Idylle und die Aussicht genießen.

Nach einiger Zeit kam eine Familie zur Quelle, die ein Picknick machen wollten. Der Großvater hat mit dem Enkel eine Feuerstelle gemacht und haben darauf Tee gekocht. Anschließend kam der Rest der Familie mit allem möglichen zu essen. Der Enkel (ca. 10 Jahre alt) war wirklich sehr nett und hat uns Tee angeboten und hat sogar sein Getränk (abgepackte Orangensaftpäckchen) mit uns geteilt. Also alles in allem wirklich ein tolles Treffen.

Danach ging es dann endlich in die Wüste mit dem Jeep. Die Tour hat ca. 2 Stunden gedauert und man hat immer mal wieder Halt gemacht und wir konnten auf Steine/Felsen klettern um den Ausblick auf die große Steinwüste zu genießen. Anschließend ging es in das Zeltlager. Die Zelte sind sehr groß und sind sehr stabile, dauerhafte Zelte mit richtigen Betten. Man kann in den Zelten auch stehen. Duschen und Toiletten sind separat in einem Häuschen. Alles war sauber und die Duschen waren auch gut. Abends gab es dann ein traditionelles Essen, welches unter dem Sand gegart wird. Hier gab es Hähnchen, Gemüse und Kartoffeln. Das Fleisch war sehr zart und hat an sich gut geschmeckt, aber für uns kam zu stark der „smoked“ Geschmack heraus, was wir beide nicht gerne mögen. Trotzdem war der Abend ein absolutes Highlight! Wir haben uns in dem Essenszelt und am Feuer noch lange mit anderen Reisenden aus den verschiedensten Ländern unterhalten. Es ist schon sehr idyllisch mitten in der Wüste zu schlafen und morgens aufzuwachen.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück wurden wir dann wieder zu unserem Auto gebracht.

Totes Meer Jordanien

Mujib

Ein weiteres Highlight neben Petra war das Tote Meer auf das wir uns ziemlich gefreut haben. Man kennt natürlich die Bilder und weiß, dass man im Toten Meer schwebt, aber es ist doch noch mal etwas anderes wenn man es dann wirklich selber ausprobiert.

Wir hatten zum Schluss noch 4 Tage über, die wir dann am Toten Meer verbracht haben. Zunächst waren wir 2 Nächte in einer kleinen Chalet Anlage direkt am Toten Meer (Mujib Chalet). Hier hatten wir einen traumhaften Blick von unserer Terrasse auf das Tote Meer und hatten auch über einen kleinen Weg Zugang zum Meer. Hier waren wir bis auf ein anderes Pärchen komplett alleine. Natürlich durfte die Schlammkur nicht fehlen! Allerdings darf man wegen dem hohen Salzgehalt im Wasser nur ca. 10-15 Minuten im Wasser bleiben. Etwas oberhalb an dem Weg zurück zum Hotel gab es auch Duschen um das Salzwasser und den Schlamm ordentlich abzuwaschen. Ich würde auch empfehlen alles gründlich (auch in den Harren/Nacken) abzuwaschen.

In der Gegend vom Toten Meer ist allerdings leider kaum etwas los. Es gab in der Nähe der Chalets keine Restaurants (noch nicht mal einen kleinen Shop um Wasser etc. zu kaufen). In den Chalets konnte man allerdings zu Abend essen, aber man musste sich morgens anmelden. Die Chalets waren wirklich schön und auch aus der Dusche hatte man durch ein großes Fenster direkt Sicht auf das Tote Meer. Die Idylle war eigentlich fast perfekt. Leider gab es sehr viele Fliegen, die schon ziemlich nervig waren als wir auf der Terrasse sitzen wollten. Dazu sollte man sich vorher ausreichend mit Getränken und Snacks ausstatten wenn man nicht unbedingt erst 30 Minuten zum nächsten Shopping Center fahren möchte.

Das Highlight an den Chalets war aber auch noch, dass das Mujib Nature Reserve direkt gegenüber war. Man kann hier einen Trail durch den Canyon machen (durch den Fluss). Der Weg dauert in Summe ca. 2 Stunden (man muss den gleichen Weg auch wieder zurück). Man lässt alle seine Sachen am besten im Auto und hat Sportsachen/Badesachen an, da man wirklich komplett nass wird. Daher haben wir auch leider keine Fotos. Zieht bitte unbedingt festes Schuhwerk an. Mit Flip Flops (haben wir auch teilweise Leute mit gesehen) kommt man nicht so weit. Der Trail ist an manchen Stellen wirklich anstrengend und der Fluss wird auch an einigen Stellen immer wilder und man muss schon etwas sportlich sein und Kraft haben um überall hochzukommen. An den einzelnen Felsen, die dann im Wasser sind, gibt es teilweise dann Seile an denen man sich hochziehen kann. An manchen Stellen saß auch jemand vom Nature Reserve, der  erklärt hat wie der beste Weg ist oder dich etwas hochgezogen hat. Das Ziel ist eine Art Wasserrutsche im Felsen.

Der Trail hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und man war voller Adrenalin. Allerdings ist die Strömung auch wirklich ziemlich stark und man muss schon mit aller Kraft sich dem entgegensetzen und sich die Steine hochziehen. Man wird mit Schwimmwesten ausgestattet aber nicht mit Helmen. Man kann aber auch einen Guide dazu buchen.

Totes Meer – Hotelecke

Die anderen 2 Nächte haben wir dann am Toten Meer nördlich verbracht. Hier gibt es eine internationale (Luxus) Hotelkette neben der anderen. Wir haben uns etwas gegönnt und haben im Hilton übernachtet. Das Geld war es wert. Die Hotelanlage ist traumhaft mit mehreren Pools (und einer Poolbar), direkten Zugang zum Toten Meer mit Sandstrand, Liegestühlen und bereitgestellten Schlamm. Es gibt mehrere Restaurants, die alle sehr gut sind. Das Essen und die Getränke (hier gab es übrigens Alkohol) sind schon sehr teuer (Niveau wie in Deutschland, oder eher teurer), aber alles war sehr lecker. Es gibt natürlich auch ein Fitnessstudio und einen Spa (den wir nicht genutzt haben). Hier haben wir dann wirklich nur 2 Tage lang am Pool gelegen oder im Toten Meer verbracht.

Nebenan gibt es dann auch das Shopping Center. Welches nicht sehr viel zu bieten hat, aber hier kann man in einem kleinen Supermarkt einkaufen gehen und es gibt noch einige Restaurants.

Die letzte Nacht haben wir dann in Madaba verbracht, da die Stadt näher zum Flughafen war und die Nacht natürlich deutlich günstiger war als noch eine Nacht im Hilton.

 

Detaillierter Aufenthalt pro Ort:

Ort Nächte
Amman 2 Nächte
Dana 1 Nacht
Wadi Musa (Petra) 1 Nacht
Aqaba 2 Nächte
Wadi Rum 1 Nacht
Totes Meer (Mujib) 2 Nächte
Totes Meer (Hilton) 2 Nächte
Madaba 1 Nacht

 

 

 

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