Reisebericht

Reisebericht

Rundreise Marokko

10.05.2015-20.05.2015

 

In 2015 waren wir für 10 Tage auf einer kleinen Marokko Rundreise. Wir sind von Agadir nach Essaouira und zum Abschluss nach Marrakesch gereist. Auch wenn wir nur einen kleinen Eindruck von Marokko erhalten haben, waren wir beide restlos begeistert.

Marokko war unsere erste Reise als Paar und ist ehrlich gesagt zufällig als Reiseziel ausgewählt worden – was wir allerdings keinesfalls bereut haben. Mit Ryanair sind wir günstig von Düsseldorf Weeze nach Agadir geflogen. Mit dem Bus sind wir dann jeweils von Agadir nach Essaouira und von Essaouira nach Marrakesch gefahren. Die Bustickets haben wir jeweils einen Tag vor Abreise direkt an dem Busbahnhof gekauft und uns über die Abfahrzeiten informiert. Ab Marrakesch sind wir dann wieder mit Ryanair nach Düsseldorf Weeze geflogen.

 

REISEBERICHT MAROKKO


Agadir

Agadir bietet viele Sonnenstunden und Sandstrände und ist eines der größten Tourismusgebieten in Marokko. Auf dem Berg, der sich im Norden hinter den Strand erhebt, steht die Ruine der alten Kasbah. Von dort aus hat meinen einen guten Blick auf die Stadt, das Hafengelände und den Strand. Am Hang des Berges steht die Inschrift „Allah, el-Watan, el Malik“ (Gott, die Heimat, der König) und ist nachts beleuchtet.

Strand und Stadtbesichtigung

Wir hatten nur zwei volle Tage in Agadir und sind am ersten Tag erst etwas am Strand entlanggelaufen und haben uns die Promenade angesehen. Die Strandpromenade ist sehr touristisch und es gibt einige Verkäufer, die vor allem am Abend hüpfende Bälle oder leuchtente Spielzeuge verkaufen wollen. Alle waren aber sehr nett und nicht zu aufdringlich. Besonders der Bart von Henning sorgte bei den Marokkanern für Begeisterung 😉

Wir sind am Strand entlang bis zum Hafen gelaufen und haben uns von dort ein Taxi genommen (auf jeden Fall verhandeln) um die Kasbah zu besichtigen. Kasbah steht für eine Art von Medina, eine Festung (Zitadelle) oder ein Turm. Die Kasbah in Agadir steht ganz oben auf einem Berg. Die Kasbah wurde damals als Schutz vor den Angriffen der portugiesischen See- und Landstreitkräfte von der marokkanischen Dynastie errichtet. Von hier oben hatten wir einen guten Blick über ganz Agadir.

Ausflug Paradise Valley

Am zweiten Tag in Agadir wollten wir zum Paradise Valley fahren. Das Paradise Valley liegt ca. 35 Kilometer von Agadir entfernt und ist wahrlich ein Paradies. Inmitten von einer kargen Berglandschaft verläuft ein Fluss mit vielen Olivenbäumen und Arganbäumen. Folgt man dem Fluss erreicht man Wasserbecken inmitten der Klippen, die zum Baden und Cliff-Jumping einladen.

Wir haben uns spontan am gleichen Tag ein Mietwagen bei einem nationalen Anbieter gemietet. Der Verleih verlief sehr unkompliziert. Den Weg hatten wir uns vorher auf Google Maps angesehen und sind den Straßenschildern gefolgt bis wir zu einem Parkplatz kamen. Von hier aus muss man zum Paradise Valley über zunächst wüstenähnliche Wege laufen. Man läuft dann später an einem kleinen Fluss entlang durch einen Wald. Zwischendurch kommt man an kleinen Restaurants/Shops vorbei. Wir hatten das Gefühl, dass es aber noch nicht richtig touristisch erschlossen ist.

Wenn man dann im Paradise Valley ankommt hat man einen wunderschönen Blick auf die Wasserbecken mit den Felsen. Wir sind über die Felsen noch etwas weiter nach hinten geklettert, da im ersten Wasserbecken relativ viel los war. In den hinteren Becken war weniger los und es gab Klippen um herunterzuspringen. Bevor wir allerdings ins Wasser gesprungen sind, haben wir die anderen vor Ort nach der Tiefe des Wassers gefragt und wo der beste Ort zum Springen ist.

Unser Tipp: Der Ausflug zum Paradise Valley ist wirklich empfehlenswert. Plant euren Trip aber am besten vormittags ein um die starke Mittagssonne zu vermeiden und nehmt euch eine Kopfbedeckung mit. Es gibt an den Wasserbecken keinen Schatten. Auch ausreichend Wasser und festes Schuhwerk solltet ihr mitnehmen und die Badesachen direkt anziehen und drunter tragen.

Wir haben nämlich leider alles etwas falsch gemacht und sind mittags angekommen und hatten natürlich kein festes Schuhwerk an und auch keine Kopfbedeckung. Auf dem Hinweg bei 50 Grad hatten wir dann die Hoffnung, dass wir eine Kopfbedeckung kaufen können. In einem Restaurant haben wir dann nachgefragt, ob er uns Hüte verkaufen kann. Allerdings hatte er keine zu verkaufen und hat uns aber 2 Hüte geliehen, die wir ihm auf dem Rückweg wieder vorbeigebracht haben. Leider hatten wir abends natürlich trotzdem einen ordentlichen Sonnenstich und auch der Weg zurück war für mich kaum noch machbar in der heißen Sonne.

Essaouira

Essaouira ist eine wunderschöne Hafenstadt mit einer schönen Medina und langen Sandstränden. Durch den wirklich sehr kräftigen Wind ist Essaouira bei Surfern sehr beliebt. Die Stadt hat 100.000 Einwohner und die Medina ist noch vollständig erhalten und von einem stark befestigen Schutzwall umgeben. Sehenswert in Essaouira ist der Fischerhafen, die Medina, die Skala de la Kasbah und die Strandpromenade.

Sehenswertes

Nachdem wir mit dem Bus (ca. 3 Stunden Fahrt) von Agadir in Essaouira angekommen sind sind wir von unserem Hotel (Hotel Vent Des Dunes) zum Strand gelaufen. Unser Hotel war nicht in der Medina, sondern außerhalb. Zum Strand sind wir ungefähr 10 Minuten gelaufen. Zur Medina waren es aber bestimmt 30 Minuten zu Fuß. Der Sandstrand ist sehr schön. Allerdings gibt es wirklich einen sehr starken Wind und der Sand fliegt um sich sodass wir es nicht lange am Strand auf unseren Handtüchern ausgehalten haben.

Die Kasbah in Essaouira ist im Zentrum der Stadt und direkt am Atlantik. Durch eine Gasse kommt man zur Kasbah, von der aus man einen herrlichen Blick auf den Hafen, das Meer und die Altstadt hat. An dem Fischerhafen kann man gut an einer Mauer an den blauen Fischerhäuschen laufen. Es gibt viele kleine Buden, in dem man direkt frischen Fisch essen kann. Die Medina von Essaouira ist wirklich wunderschön und sehenswert. Es gibt viele kleine Geschäfte, die Gewürze, Stoffe, Schuhe, Taschen, Holzkunstwerk und bunte Schüsseln, Gefäße etc. verkaufen.

Die restliche Zeit in Essaouira haben wir sehr entspannt in einem der Beachclubs in bequemen Sofas am Strand verbracht oder bei uns im Hotel auf der Dachterrasse bevor es dann mit dem Bus weiter nach Marrakesch ging.

Marrakesch

Marrakesch wird auch die „Perle des Südens“ genannt und hat knapp 1 Million Einwohner und ist somit die viertgrößte Stadt von Marokko. Marrakesch bietet viele schöne Sehenswürdigkeiten und eine sehr volle und etwas chaotische Medina, die zum Weltkulturerbe gehört. Wir hatten ein wunderschönes Riad als Hotel zentral in Marrakesch (Riad Amin).

Die südliche Altstadt betritt man durch das Neue Tor Bab el-Djedid. Links liegt die Moschee Koutoubia, welche das Wahrzeichen von Marrakesch ist und für Nichtmuslime nicht zugänglich ist. Die Moschee wurde 1157/1158 errichtet und umfasst eine riesige Gebetshalle, in der bis zu 25.000 Gläubige ihrem Gebet nachgehen.

Bevor wir weiter die Altstadt erkundet haben, sind wir erst einmal in das „neue“ Stadtvierteil Ville Nouvelle außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern gelaufen. Hier befinden sich viele Hotels, Restaurants und Geschäfte und der wunderschöne botanische Garten Jardin Majorelle. Früher wohnte hier Yves Saint Laurent. Der Garten ist wunderschön angelegt und hat viele subtropische und tropische Pflanzen. In der Mitte steht ein knallblaues Haus mit einem kleinen angelegten Teich. Der Besuch lohnt sich und ist ein absolutes Highlight.

Abends ging es dann das erste Mal auf den Djemaa el-Fna (Platz der Geköpften) um das Treiben zu beobachten. Der Platz ist mitten in Marrakesch und es gibt Musiker, Märchenerzähler, Wunderheilmittelverkäufer, Schlangenbeschwörer etc. Es ist ziemlich voll und laut, aber auch total beeindruckend. Vor den „Affenmenschen“ muss man etwas aufpassen, da sie euch einfach den Affen auf die Schulter für ein Foto setzen wollen, was ihr danach dann natürlich bezahlen müsst. Über den ganzen Platz verteilt gibt es mobile Garküchen. Wenn ihr alles in Ruhe von oben beobachten möchtet sucht ihr euch am besten ein Café rund um den Platz mit Dachterrasse.

Die Medina mit ihren verwinkelten Souks beginnt am Djemaa el-Fna. Hier gibt es alle zu kaufen was ihr euch vorstellen könnt. Wir waren noch einmal zur Mittagszeit in den Souks. Zu dieser Zeit war es etwas ruhiger und die Verkäufer haben uns größtenteils in Ruhe gelassen. Durch die Gassen des Souks gelangt man zur ehemaligen Koranschule Medersa Ben Youssouf. Wir haben etwas gebraucht bis wir den richtigen Weg gefunden haben und haben uns etwas verlaufen. In der Medersa Ben Youssouf ist nichts mehr von der hektischen Medina zu spüren.

Wenn man der Hitze etwas entkommen möchte lohnt sich auch ein Besuch des Palais de la Bahia südöstlich vom Djemaa el-Fna. Der ehemalige Fürstenpalast hat zahlreiche prunkvoll ausgeschmückte Empfangshallen, Deckendekorationen und Privatgemächer sowie blühende Innenhöfe und Gärten.

Südlich vom Palais de la Bahia befinden sich die Ruinen des Palais el-Badi. Die Ruine ist allerdings nicht unbedingt sehr sehenswert.

Wir wünschen euch viel Spaß bei eurer Reise nach Marokko!

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