Reisebericht

Reisebericht

Rundreise Mexiko

Roadtrip durch Mexiko, Guatemala und Belize

29.10.2016-20.11.2016

 

In Oktober 2016 waren wir für drei wundervolle Wochen in Mexiko. Dazu gab es noch einen kleinen Abstecher nach Guatemala und Belize. In Mexiko durfte das Weltwunder Chichén Itzá natürlich auf unserer Liste der Must Sees nicht fehlen! Wir sind damals noch mit Air Berlin direkt von Düsseldorf nach Cancún geflogen.

Detailierte Route Mexiko Rundreise

  1. Cancun
  2. Isla Mujeres
  3. Valladolid
  4. Chichén Itzá
  5. Merida
  6. Campeche
  7. Palenque
  8. Isla de Flores (Guatemala)
  9. Tikal (Guatemala)
  10. Caye Caulker (Belize)
  11. Bacalar
  12. Tulum
  13. Isla Cozumel
  14. Playa del Carmen

Mexiko war unser erster Urlaub in Süd- bzw. Mittelamerika. Wir konnten gar nicht genug bekommen und sind jetzt von Südamerika und Mexiko richtig angetan! Als wir damals den Urlaub geplant haben, wollte ich am liebsten noch viel länger bleiben und alle Nachbarländer direkt mitmachen. Unser Reiseführer Zentralamerika hat uns da super Eindrücke gegeben.

 

Planung Mexiko Rundreise:

 

Busfahren in Mexiko, Guatemala und Belize

Grenzübergang Mexiko nach Guatemala

Hotels buchen und Anzahl Nächte pro Ort

Was kostet eine Reise mit dem Rucksack nach Mexiko?


 

REISEBERICHT MEXIKO

 

Cancún – Ankunft

Vom Flughafen fahrt ihr einfach mit einem Bus in die Stadt zum ADO Busbahnhof in Cancún. Generell kommt ihr in Mexiko mit öffentlichen Bussen hervorragend von A nach B. Wir sind zunächst mit den erste Klasse Bussen von ADO gereist, später aber auch mal mit zweite Klasse Bussen (z.B. Mayab). Generell könnt ihr Tickets direkt im Bus-Terminal oder auch vorab per App und/oder im Internet kaufen.

Cancún liegt an der Yucatán Halbinsel und ist für Strände, Meer und Partyurlaub bekannt und ist der perfekte Ausganspunkt um die Mexiko Rundreise zu starten. Cancún ist vor allem bei den Amerikanern und Kanadiern für den Partyurlaub beliebt (ähnlich wie bei uns der Ballermann auf Mallorca). Wir haben uns in Cancún nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegt. Entweder mit dem Bus oder mit Colectivos (Sammeltaxis), was alles natürlich am Anfang etwas abenteuerlich ist, aber alles klappt super einfach. Unser Hostel hatten wir direkt in Cancún (und nicht an der Zona Hotelera) in der Nähe des ADO Busbahnhofes.

In der Zona Hotelera sind vor allem internationale Hotelketten, die direkt einen Zugang zum Karibischen Meer haben. Hier findet aber auch die Party statt. Als wir nachmittags in Cancún am ersten Tag angekommen sind, haben wir einen kleinen Abstecher zum „Partystrand“ gemacht. An der Zona Hotelera gibt es sehr viele Bars und Restaurants und natürlich die ganzen Hotels.

Wenn ihr kein Hotel an der Zona Hotelera habt müsst ihr an einem öffentlichen Zugang zum Strand. Wir waren am Dolphin Abschnitt. Der Bus fährt an der ganzen Promenade entlang und ihr könnt dann einfach austeigen. Wir fanden den Dolphin Abschnitt sehr schön und vor allem waren wir eigentlich fast alleine am Strand. Es gab leider nur nicht wirklich eine Strandbar o.ä. und wir hatten etwas Hunger. Aber unsere Rettung kam mit dem netten Strandverkäufer.

Im Nachtleben innerhalb Cancuns geht kein Weg vorbei am Plaza Bohemio, wo ihr euch bei zahlreichen Streetfood-Ständen stärken und dem lustigen Treiben auf dem Platz zuschauen könnt.

Dia de los Muertos

Vom 31.10.-02.11 feiert man in Mexiko ausgiebig den Feiertag Dia de los Muertos (Tag der Toten). An dem Tag wird in Mexiko traditionell der Verstorbenen gedacht. In der ganzen Stadt, vorallem aber in der Gegend um den Plaza Bohemio, (und im ganzen Land) gibt es kleine Paraden und Tänze und alles ist mit Totenköpfen geschmückt und die Kinder hatten ihr Gesicht alle mit einem Totenkopf geschminkt.

Isla Mujeres

Mit der Fähre ging es am nächsten Tag zur Insel Isla Mujeres rüber. Die Insel ist wirklich traumhaft und unbedingt ein Besuch wert. Ein Tagesausflug reicht aber völlig aus und ihr müsst nicht unbedingt auf der Insel übernachten. Auf der Insel bewegt ihr euch mit dem Fahrrad oder mit dem Golfmobil fort, die ihr direkt wenn ihr ankommt mieten könnt. Wir haben uns zwei Fahrräder geliehen und sind losgeradelt. Ihr könnt in ca. 2-3 Stunden einmal um die Insel herumfahren. Wir haben immer mal wieder ein paar Zwischenstopps gemacht bis wir am Nordstrand (Playa Norte) gelandet sind und dort etwas am Strand gefaulenzt haben.

Fazit Cancún: Cancún ist ein super Start für eure Rundreise. Für uns war die Zona Hotelera nicht unbedingt lohnenswert. Der Strandabschnitt Dolphin und vor allem die Isla Mujeres haben uns aber sehr überzeugt.

Valladolid

Weiter ging es mit dem Bus nach Valladolid. Ausgangspunkt für den Ausflug zum Chichén Itzá. Ihr könnt natürlich auch direkt von Cancún aus Tagesausflüge zum Chichén Itzá machen, falls ihr keine Rundreise machen möchtet und nur in Cancún oder z.B. Playa del Carmen bleibt.

Weiter ging es mit dem Bus nach Valladolid. Die Tickets haben wir ADO Busterminal direkt vor der Abfahrt gebucht. Wir waren ca. 30 Minuten vor Abfahrt da und hellauf begeistert, dass die Busse tatsächlich sogar pünktlich abfahren. Valladolid ist die ideale Stadt als Ausgangspunkt für den Ausflug zum Chichén Itzá. Ihr könnt natürlich auch direkt von Cancún aus Tagesausflüge zum Chichén Itzá machen, falls ihr keine Rundreise machen möchtet und nur in Cancún oder z.B. Playa del Carmen bleibt.

Valladolid ist eine kleine, sehr heiße mexikanische Stadt mit etwas vielen Autos im Zentrum. Wenn ihr etwas durch Valladolid lauft wird es etwas ruhiger und ihr könnt kleine Cafés finden. Außerdem könnt ihr zur sehr schön und nicht so überlaufen Cenote Zaci gehen und euch dort im kalten Wasser vom heißen Stadtleben erholen. Eine Cenote ist ein dolinenartiges Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist. Zudem könnt ihr euch am Hauptplatz (Calle 39/42) auf eine der vielen Bänke setzen und erneut das lebhafte Treiben auf den Straßen genießen.

Chichén Itzá

Am nächsten Tag ging es sehr früh zur berühmtesten Maya-Stätte Yucatáns Chichén Itzá! Ab 8:00 Uhr öffnen die Türen und wir wollten unbedingt pünktlich um 8:00 Uhr und vor dem Eintreffen der ganzen Reisebusse da sein! Das frühe Aufstehen lohnt sich. Aber ihr müsst wirklich schnell sein. Aus Valladolid sind wir mit einem Colectivo (Abfahrtsort ein kleiner Hinterhof direkt neben dem ADO Terminal) für umgerechnet zwei Euro die rund 40 Minuten nach Chichen Itza gefahrne. Dort hatten wir ca. 10 Minuten vor dem Ansturm „allein“ in der Anlage und haben in Ruhe vor der berühmten Pyramide El Castillo unser gekauftes Sandwich gefrühstückt. Anschließend kamen dann aber auch die ganzen Reisebusse an und es füllte sich sehr schnell mit den ganzen Reisegruppen.

Im Nachgang zu Chichen Itza sind wir per Taxi zur wohl bekanntesten Cenote Ik Kil gefahren und sind direkt ins kühle Nass gesprungen. Wir hatten auch hier ein ziemlich gutes Timing, kamen just in dem Moment als wir fertig waren die ersten Reisebusse an. Von allen Cenoten die wir besichtigt haben, war Ik Kil die schönste und größte und definitiv einen Besuch wert. Zurück (Ik Kil liegt zwischen Chichen Itza und Valladolid) ging es dann wiederum per Collectivo. Dazu haben wir uns einfach an den Straßenrand gestellt und nach ca. 15 Minuten eins der vorbeifahren Colectivos herausgewunken. Wenn man sich erst mal an das Reisen per Colectivo gewöhnt hat, will man nicht mehr anders von A nach B kommen 😉

Ek Balam

In der Nähe von Valladolid gibt es noch die Maja Städte Ek Balam. Ek Balam ist eine kleine Maja Städte mit Ruinen. Hier ist es nicht ganz so überlaufen und man kann sich in Ruhe alles ansehen und die Zeit genießen. Wir sind mit einem Colectivo zu Ek Balam gefahren (Abfahrtsort ebenfalls ein kleiner Hinterhof in der Calle 44, zwischen Calle 35 und 37). Nach rund 30 Minuten erreichten wir dann auch die Maya-Ruine um Norden Valladolids. Die eindrucksvollen Ruinen dürft ihr sogar besteigen und habt vom höchsten Punkt der Ruinen einen unfassbar schönen Blick über die umliegenden Wälder. Zudem ist es ein cooles Gefühl, endlich mal eine der Ruinen erklimmen zu dürfen.

Für den Rückweg wartet ihr direkt am Parkplatz neben dem einzigen Carport. Die Taxis fahren jedoch meist nur ab, wenn Sie voll (und da) sind, sodass ihr ggf. noch ein paar Minuten warten müsst. Wir haben damals rund 15 Minuten gewartet, bevor wir mit einem sehr sportlich fahrenden Fahrer zurück nach Valladolid fuhren.

Merida

Aus Valladolid führte uns unsere Reise nach Merida, der größten Stadt in der Region. Wir haben die Strecke erneut mit dem ADO Bus zurückgelegt und wollten in Merida eigentlich nur einen Stop-over vor unserer Reise nach Campeche einlegen. Merida ist dabei eine eher typische mexikanische Großstadt. Viel Verkehr, viel Treiben auf und neben den Straßen und natürlich zahlreichen kleinen Parks und Plätzen, auf denen Kinder miteinander toben, Straßenkünstler ihre Bilder malen und Rentner miteinander tratschen. Insbesondere der Plaza Grande mit der anliegenden Catedral de Merida ist auf jedenfall einen Besuch wert. Zudem liefen wir durch den Mercado San Benito und den Mercado Lucas de Galvez, wo ihr neben Streetfood auch allerhand Deko, Fussballtrikots, Schuhe und was das Herz noch so begehrt herbekommt. Von Merida könnt ihr zudem auch Tagestouren nach Celestun machen, welches für sein Pink Flamingo Reserve bekannt ist.

Campeche

Aus Merida ging es dann mit dem ADO in Richtung Campeche, einem unserer Highlights was mexikanische Städte angeht. Städte am Meer haben ja immer ihren Reiz und Campeche spielte diesen Reiz besonders aus. Die Innenstadt Campeches ist wesentlich ruhiger als Merida und Valladolid, insbesondere die Verkehrsberuhigte Calle 59 mit seinen Restaurants und Bars lädt geradezu dazu ein, auf der Straße zu sitzen, seinen Cafè Americano zu schlürfen und die Sonne Mexikos zu genießen. Von dort kommt ihr auch ganz schnell zum Parque Principal, an dem wie in allen mexikanischen Städten das Leben in Campeche spielt. Die alte Stadtmauer, die Campeche umzog, ist in weiten Teilen noch erhalten und kann (z.B. am Baluarte de San Francisco) erklommen werden, von wo aus ihr einen schönen Blick über die bunten Häuser von Campeche erhaltet. Zurück in der Calle 59 haben wir uns Fahrräder geliehen und sind an der Promenade nördlich über den Fahrradweg gefahren. Dieser führt euch nach einigen Kilometern zu zahlreichen Strandrestaurants, welche euch frische Meeresfrüchte und leckere Cocktails anbieten. Was Campeche definitiv fehlt ist ein schöner Badestrandabschnitt in Stadtnähe, diesen sucht man hier leider vergebens.

Edzna

Yucatan ist die Heimat der Mayas und darum gibt es natürlich auch von Campeche einen Tagestrip in eine der (zahlreichen) Maya-Ruinen. Wir hatten uns für Edzna entschieden, welche ca. 50 Minuten südwestlich von Campeche liegt. Unser Colectivo fuhr ab der Calle Chihuahua und kostete erneut nur etwas mehr als einen Euro pro Person. Da wir das Colectivo in den verwinkelten Gassen rund um den Markt nicht fanden, fragten wir uns einfach rum und waren einmal mehr von der Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Mexikaner begeistert. Während wir in Marrakech gerne mal in die falsche Richtung geschickt wurden (um uns dann gegen Geld wieder zurück zu bringen), führte uns ein älterer Mexikaner schnurstracks zum richtigen Ort. Aufrichtig interessiert, fragte er uns wo wir herkamen und wie wir Mexiko fanden und gab uns – Sprachbarriere hin oder her – Tipps, was wir in Campeche noch unbedingt machen müssen. Edzna gehörte glücklicherweise dazu.

Dort angekommen (Edzna liegt wirklich im Niemandsland), liefen wir durch den zugewucherten Wald (Insektenspray nicht vergessen!) und blickten nach einigen Metern auf die beeindruckenden Ruinen von Edzna. Vor allem die Akropolis mit den beiden umliegenden Ruinen ist sehr gut erhalten und gibt einen guten Einblick, wie das Leben wohl vorher ausgesehen haben könnte.

Da Edzna, wie oben geschrieben, wirklich fern ab jeder Zivilisation liegt, fragten wir unseren Colectivo-Fahrer bei Ankunft, wann er wieder „vor Ort“ sei um uns zurückzunehmen. Er schätzte die Zeit auf rund zwei Stunden, was für uns (wir sind in der Regel sehr schnell) eine Stunde zu lang war, sodass wir am Eingang der Ruinen warteten. Auf gut Glück fragten wir dann vorbeikommende Touristen, die die Ruinen gerade verließen, und wurden direkt mitgenommen. So hatten wir unsere erste Anhalterfahrt unseres Lebens direkt miterlebt und einige sehr spannende Gespräche später erreichten wir auch wieder Campeche.

Palenque

Erneut (wie sollte es anders sein) mit dem ADO Bus reisten wir aus Campeche nach Palenque, welches im Bundesstaat Chiapas liegt und Zwischenstop auf unserer Reise nach Tikal in Guatemala angedacht war. Auf diversen Seiten im Internet liest man verschiedenste Horrorstorys wie man von Palenque nach Tikal (oder zurück) kommt, sodass wir uns vorsorglich zwei Nächte einbuchten und vor Ort entscheiden wollten, wie wir weiterkommen. Aber dazu später mehr, denn, einmal in Palenque, wollten wir natürlich auch die Maya Ruinen von Palenque sehen, welche tief im Dschungel, umgeben von lauter Bäumen eine der größten bislang entdeckten Maya Ruinen sind. Mit einem Colectivo hin (Abfahrtsort direkt am ADO Busbahnhof) ging es wenige Minuten den Berg hinauf zum Eingang der Ruinen, welche touristisch wesentlich erschlossener waren als z.B. Edzna oder Ek Balam. Dafür überzeugt die Anlage aber auch auf ganzer Linie: Vom Kreuztempel, zudem man hinaufklettern darf, hat man einen schönen Blick über die gesamte Anlage, den Palast und dem Tempel der Inschriften. Im Tempel kann man sogar unterirdische Gänge entlanglaufen und erahnen, wie komplex die Struktur der Gebäude im Inneren aussehen muss.

Palenque selber kann hingegen wenig anbieten: Eine nette Einkaufsstraße mit einem kleinen Parque Central, das war es dann an Aktivitäten. Da unser Hotel diesmal über einen Pool verfügte, nutzen wir den freien Nachmittag und entspannten uns etwas von der bisherigen Reise.

Fahrt von Palenque nach Flores, Guatemala

Zurück im Hotel stellte sich dann auch die Frage, wie und ob wir nach Flores in Guatemala kommen sollten. Im Internet findet man vorwiegend Berichte über die Route über Frontera Corozal, wo man zunächst der Bus, dann per Boot und dann wieder per Bus nach Flores kommen sollte – eine 9-stündige Tour mit (laut Internet) vielen zweifelhaften Anbietern. Vor Ort erzählte man uns dann von einer etwas anderen Route, welche in fünf Stunden über die Grenze El Ceibo führen sollte – ohne Boot und zu einem verhältnismäßig kleinen Aufpreis. Kurzentschlossen buchten wir die Tour in dem kleinen Reisebüro gegenüber unserem Hotel (Chablis Palenque in der Primera Avenida Nte. Pte.) und zu unserer großen Freude funktionierte alles reibungslos: Pünktliche Abholung, problemlose Fahrt zur Grenze, dort der Grenzübergang und in Guatemala wartete schon unser neuer Fahrer, der uns ebenfalls problemlos nach Flores brachte – Top!

PS: Gelegentlich las man auch, dass bei der Ausreise aus Mexiko Geld verlangt wird. Wir können dies nicht bestätigen, können aber auch nicht garantieren, dass dies nicht schon mal vorgekommen sei. Etwas spanisch sprechen an der Grenze schadet aber bestimmt nicht

Flores

Buenas dias Guatemala y Flores! Oder besser: Isla de Flores. Wir haben uns auf der kleinen, vorgelagerten und sehr touristischen Insel eingemietet haben um von dort die Insel, das Umland und natürlich Tikal erkundet. Die Insel ist klein und daher schnell erzählt: Wenig Verkehr (wenn dann nur Tuk-Tuks) und eine Handvoll Straßen lassen die Insel schnell erkunden. Definitiv lohnenswert ist ein Aufstieg zur Iglesia Nuestra Senora im Zentrum der Insel, von wo aus ihr einen schönen Blick über den See genießen könnt. Ebenfalls lohnenswert ist es, an der Promenade entlangzulaufen und bei einem der zahlreichen Streetfood-Stände etwas zu Essen zu kaufen und dieses mit Blick auf den See zu genießen.

Da die Insel schnell erkundet war, zog es uns aufs Wasser, genauer gesagt an das gegenüberliegende Ufer. Nach kurzer Verhandlung mit einem der zahlreichen Bootsfahrer stiegen wir ein und wurden zum „El Mirador del Rey Canek“ gefahren, welchen ihr vom Anlegeort nach einigen Metern Fußmarsch erreicht. Der Mirador ist nichts anderes als ein kleinerer Hochsitz, von wo aus ihr einen traumhaften Blick auf den See und die Isla de Flores bekommt. Wenn ihr euch vorher mit etwas Proviant eingepackt habt könnt ihr hier auch sehr gut eine kleine Pause einlegen und das Wetter und die Aussicht genießen.

Zurück im Hotel (Hotel Villa Del Lago) organisierten wir dann noch kurz die Fahrt nach Tikal am nächsten Tag, welche wir direkt im Hotel buchten.

Tikal

Vom Hotel ging es auf die rd. 1:30 Stunden lange Fahrt tief in die Regenwälder von Peten zu einer der größten Maya-Stätten. Neben Calakmul, welches nördlich von Tikal auf mexikanischer Seite liegt, gilt Tikal als die größte und besterforschte Maya Stadt. Nehmt unbedingt Insektenspray mit, da ihr auf dem riesigen Areal einige Meter durch den Regenwald wandern werdet. Ihr habt die Wahl, ob ihr mit einem Guide durch das Areal lauft oder es auf eigene Faust erkundet. Wir haben uns für letzteres entschieden. Die Shuttle-Busse zurück nach Flores fahren stündlich ab Tikal ab (Zeiten bei der Hinfahrt erfragen), ihr erhaltet auf der Hinfahrt einen kleinen Zettel, welchen ihr bei der Rückfahrt dann als Ticket wieder abgebt. Achtet also drauf, dass ihr euren Besuch entsprechend plant, sodass ihr nicht zu lange warten müsst bei der Abfahrt.

Tikal ist schlicht umwerfend riesig. Während ihr durch die Wälder lauft seht ihr immer wieder kleinere (oder auch größere) Tempel, welche entweder vollständig ausgegraben sind oder es gerade werden. Da in und um Tikal herum in der Blütezeit schätzungsweise 500.000 Menschen wohnten, ist es nicht verwunderlich, dass regelmäßig neue Gebäude gefunden werden und sich das Wissen über die alte Mayastätte kontinuierlich vergrößert.

Die Must-see’s in Tikal selber sind der große Platz mit den Tempeln I und II sowie der nördlichen Akropolis. Der Tempel II kann sogar über ein Gerüst erklommen werden, genauso wie die nördliche Akropolis. Das Besteigen des Tempels I ist leider nicht mehr erlaubt. Tempel V, welcher tief verborgen im Wald liegt, ist ebenfalls ausgesprochen sehenswert, erst wenige Meter vor dem Tempel merkt man, wie riesig dieser ist.

Für mich als Star-Wars Fan wartete das größte Highlight aber mit Tempel IV, welcher am westlichen Rand des Areals liegt und ebenfalls über ein Gerüst bestiegen werden kann. Oben angekommen blickt man vom höchsten Gebäude Tikals (65m hoch) auf den Regenwald von Peten, aus welchem nur die Spitzen der Tempel I, II, III und V herausragen. Ein hervorragender Ort für eine kleine Pause und ein Picknick. Berühmt und bekannt wurde dieser Ausblick beim Anflug auf den geheimen Rebellenstützpunkt in dem vierten Star Wars Film, nicht nur deshalb ein besonderer Ort.

Caye Caulker

Von Flores aus ging es dann am nächsten Morgen nach Belize bzw. auf die Insel Caye Caulker. Vom Busbahnhof in Flores fahren Busse direkt nach Belize City. Diese Busse halten dort direkt am Pier, wo ihr euch Tickets für die ca. 30-minütige Speedboot-Überfahrt nach Caye Caulker kaufen könnt. Guckt am Besten vorher in Flores, wann die Busse fahren. Die Boote selber fahren im 30 bzw. 60 Minuten Rhythmus (San Pedro Belize Express Water Taxi).

Auf Caye Caulker angekommen kommt sofort Karibik-Feeling auf. Auf der sehr kleinen Insel fahren keine Autos, sodass ihr vom Pier entweder zu Fuß oder mit Golf-Car’s zu eurem Hotel kommt. Dort angekommen haben wir sofort alles Stehen und Liegen gelassen und haben die gemütliche Insel erkundet. Neben zahlreichen Bars, Restaurants und Kneipen (Die Insel ist sehr touristisch erschlossen), findet ihr zahlreiche Anbieter für Schnorchel- und Tauchausflüge in die umliegenden Riffs. Leider fegte einige Monate vor unserer Reise ein Hurricane über die Insel, sodass einzelne Gebäude und Anleger noch „work in progress“ waren. Doch das entspannte Gefühl, durch den wunderschönen Sandstrand, vorbei an Palmen auf das wunderschöne Meer zulaufen zu können tat dies keinem Abbruch. Unsere persönliche Empfehlung ist der Lazy Lizard ganz im Norden der Insel, wo ihr entspannt einen oder mehrere Drinks trinken könnt und dabei auf die nahezu unbewohnte nördliche Insel schauen könnt. Die beiden Teile wurden übrigens auch durch einen Hurricane vor vielen Jahren voneinander getrennt. Kulinarisch gibt es auf Caye Caulker sau leckeren und günstigen Hummer – ein absolutes Must-do für alle Fischliebhaber.

Am nächsten Morgen ging es dann auf zum Schnorcheln. Die Tour dazu hatten wir am Vortag beim Schlendern über die einzig größere Straße (Playa Asuncion) bei einem der zahlreichen Anbieter gebucht. Nach kurzer Fahrt sprangen wir dann zum Ersten Mal ins Wasser und waren sofort hellauf begeistert: Haie, Schildkröten, Delfine und weitere wunderschöne Fische soweit das Auge reichte. Die vierstündige Tour war ein absolutes Highlight auf der Reise und eine absolute Reiseempfehlung für alle, die auf Caye Caulker sind. Eine weitere Empfehlung ist regelmäßiges Eincremen mit Sonnencreme und/oder ein T-Shirt beim Schnorcheln. Wir hatten auf Beides verzichtet und wurden dafür sofort mit einem wunderschönen Sonnenbrand bestraft.

Von Caye Caulker nach Bacalar

Eigentlich hat der Transport von A nach B während unserer Reise immer hervorragend geklappt (z.B. von Palenque nach Flores), aber der Transport von Caye Caulker nach Bacalar, Mexiko war doch etwas abenteuerlich. Grundsätzlich habt ihr mehrere Möglichkeiten, von Caye Caulker zurück nach Mexiko zu kommen. Die vermutlich günstigste Methode ist mit dem Speedboot zurück nach Belize City und von dort mit dem Bus nach Chetumal. Wir haben uns jedoch für die Variante mit dem Speedboot von Caye Caulker direkt nach Chetumal entschieden, weil wir dachten, dass dies a) wesentlich schneller und b) nicht viel teurer sei.

Nachdem wir uns das Ticket für die Überfahrt am Vortag gekauft hatten (55 USD p.P.) wurden wir nach San Pedro gefahren, wo wir aussteigen und ausreisen durften. Dieser Prozess dauerte nicht nur knapp 2 Stunden, für die Ausreise durften wir zudem weitere 20 USD p.P. („Ausreisesteuer“ bzw. „Gate Service Fee“, wie es auf der Quittung stand) zahlen. Davon wurde uns am Vortag nichts gesagt, weswegen wir (wie alle anderen auch) mühselig unsere letzten Dollar zusammenkratzen und den Betrag (in cash natürlich) mit Dollar / Pesos hinlegten. Alternativ liefen einige andere zum einzigen Geldautomaten der Insel um Geld zu tauschen. Die „Ausreisesteuer“ wurde übrigens vom Bootsunternehmen (San Pedro Belize Express) kassiert. Nach erfolgreichem Zahlen und dem Ausfüllen diverser Zoll und anderer Dokumente fuhren wir dann nach rund zwei Stunden los in Richtung Chetumal, wo der Albtraum direkt weiterging. Mitten auf der Fahrt erklärte man uns dann, dass in Mexiko eine Einreisesteuer von rd. 500 Pesos p.P. fällig wird, natürlich in Cash ohne ATM im Terminal. Wer keine Pesos hatte konnte diese beim Bootsunternehmen zu sehr schlechten Konditionen wechseln. Wer (wie wir) überhaupt kein Geld mehr hatte, durfte nervös werden. Zum Glück hatte das Transportunternehmen eine Lösung bereit: Wenn wir mit ihrem Service per Taxi nach Tulum fahren würden, würden Sie uns gegen eine kleine Provision und eine Sicherheit (Handy) das Geld vorstrecken. Da wir weder nach Tulum wollten (zumal nicht zu dem Preis, welcher rund 200% über dem lag, was man normalerweise gezahlt hätte), noch diesem Unternehmen irgendwie Geld in die Hand drücken wollten, fragten wir andere Touristen und konnten uns das Geld bei einem deutschen und einem kanadischen Pärchen zusammenleihen – vielen Dank nochmal – und einreisen. Da die Kanadier auch nach Bacalar wollten, konnten wir uns – nachdem wir zu einem der zahlreichen ATM’s außerhalb des Terminals liefen und unsere Schulden zahlten – sogar ein Taxi leisten. Summa summarum hat uns der Weg von Caye Caulker nach Chetumal ein paar Stunden, viel Geld und eine Menge Nerven gekostet. In Chetumal angekommen haben wir uns kurzfristig zum Entspannen zurück in den Lazy Lizard gewünscht.

Etwas unangenehm war auch die Situation, dass man beim Betreten des Speed Bootes seinen Rucksack/Tasche/Koffer abgeben musste und keine Handhabe mehr hatte. Wenn ihr in Mexiko ankommt, wird das Gepäck von allen Passagieren wieder von den Mitarbeitern vom Boot geholt und in eine Reihe in der Ankunftshalle gelegt.. dann kommt der Drogenspürhund. Da man das Gepäck ziemlich lange aus der Hand gibt und man schon mal so einige Geschichten gehört hat, wird man natürlich etwas nervös wenn der Drogenspürhund an euren Sachen schnüffelt.

Fazit: Der Weg über Land ist (a) günstiger, man zahlt weniger für den Transport, keine Ausreise- und keine Einreisesteuer (diese wird in Mexiko nur bei der Einreise über den Seeweg fällig) und (b) keinesfalls langsamer.

Bacalar

Nach all dem Trubel mit der Einreise erreichten wir das beschauliche und ausgesprochen schöne Bacalar, welches direkt an der gleichnamigen Lagune lag. Die Lagune von Bacalar ist auch bekannt als Lagune der sieben Farben, weil das Wasser in der Lagune aufgrund unterschiedlicher Tiefen siebenfarbig sein soll. Wir konnten zwar keine sieben ausmachen, deutliche Kontraste waren aber zu identifizieren und sorgten sogleich für Entspannung bei uns. Bacalar selber ist ehr klein, beschaulich und ruhig. Es gibt in der Stadt einige kleinere Restaurants (z.B. Mango y Chile mit einem schönen Blick auf den See, El Manati (besonders fürs Frühstück!) oder El Barril Grill). Direkt neben dem zentralen Platz/Park der Stadt (Parque Zocalo) findet ihr die Burg Fuerte de San Felipe, welche etwas über dem See liegend einen schönen Blick auf eben jenen bietet.

Wenige Meter weiter unten befindet ihr euch an der Seestraße, welche leider nicht direkt am See entlang verläuft. Zum See kommt ihr meistens nur über einen der zahlreichen Beachclubs (z.B. Club de Playa Baluartes, der Eintritt ist jedoch überschaubar). Es gibt aber auch einzelne öffentliche Strände (z.B. El Aserradero), wobei der Strand hier eine Wiese mit einem Steg ist. Wir entschieden uns für das Baluartes, auch, weil wir uns dort ein Kayak mieteten und den See vom Wasser aus erkundigten. Besonders cool: Am Ufer auf der anderen Seite findet ihr den Canal de los Piratas, welcher nicht nur die Lagune mit dem Meer verbindet, sondern auch ein leere Schiffswrack zu bieten hat. Von diesem Schiff könnt ihr mutig in die Lagune springen. Ursprünglich hatten wir vor, nur eine Nacht in Bacalar zu bleiben. Uns hatte es jedoch so gut gefallen, dass wir unseren Aufenthalt kurzfristig um einen Tag verlängerten, was rückblickend eine absolut richtige Entscheidung war.

Tulum

Da von Bacalar nach Tulum kein ADO Bus fuhr, schwenkten wir kurzfristig auf einen Bus der Segunda Class Mayab um – und waren keineswegs enttäuscht. Im Gegenzug zum ADO Bus gilt hier First Come – First Serve, d.h. ihr solltet schnell einsteigen und euch eure Plätze sichern. Auch ist das Gepäck nicht mit einem extra Gepäckzettel geschützt, mit etwas wachen Augen bei den Zwischenstopps ging aber auch das. Tulum, von welchem wir vorher viel Gutes gehört haben, ist zweigeteilt: Die Stadt selber, welche etwas vom Meer entfernt liegt, und die Zona Arqueologica inkl. der Zone Hoteleria, welche direkt am Meer liegt. Wir waren in der Stadt selber untergebracht und sind direkt mit einem Taxi zu den Maya Ruinen gefahren, welche direkt am Meer liegen und daher einzigartige Fotomotive bieten. Die Ruinen selber waren, nachdem wir Tikal und Palenque gesehen haben, nicht wirklich beeindruckend, die Lage hingegen ist natürlich mehrere Blicke wert. Ihr könnt sogar in der Anlage an einen – sehr überfüllten – Strand gehen und im Meer plantschen.

Nach der Besichtigung der Ruinen folgten wir der Strandstraße und bogen bei einer der ersten sich bietenden Gelegenheiten nach links zum Strand ab. Und der Strand von Tulum kann wirklich was. glasklares, hell-türkises Wasser, extrem sauberer Sand und vereinzelt Palmen rundeten den perfekten Strand ab – einfach traumhaft.  Gegen den Hunger oder den Durst könnt ihr euch in einer der Strandbars zu touristischen Preisen stärken. Zurück ging es dann die knapp 7km mit dem Taxi – hier müsst ihr ordentlich verhandeln da die aufgerufenen Preise wirklich Jenseits von Gut und Böse sind.

Am nächsten Tag mieteten wir uns zwei Fahrräder und fuhren zur nördlich gelegenen und sehr kleinen Cenote Calavera. Die Cenote hat jedoch einige unterirdische Bereiche, was den Besuch doch besonders und lohnenswert gemacht hat. Etwas weiter nördlich liegt wiederrum die Gran Cenote, welche, wie der Name es suggeriert, wesentlich größer ist. Da wir unseren Bedarf an kaltem Wasser jedoch gedeckt hatten fuhren wir mit unseren Rädern erneut zum Strand und genossen den einzigartigen Strandabschnitt.

Die Hotels am Strand kosten deutlich mehr, aber je nachdem wo euer Fokus liegt, sollte man eventuell den Aufpreis zahlen und direkt am Strand ein Hotel haben. Von der Stadt zum Strand ist es schon noch ein gutes Stück mit dem Fahrrad.

Isla Cozumel

Nur knapp 50 Minuten mit dem Autobus nördlich von Tulum liegt Playa del Carmen, von wo aus wir direkt zum Hafen und von dort per Fähre auf die Isla Cozumel gefahren sind. Cozumel besteht im Wesentlichen aus einem Stadtkern um den Hafen herum mit zahlreichen Restaurants und Beachclubs sowie der um die Insel führenden Ringstraße, welche an der Mayastätte San Gervasio sowie einzelnen Strandabschnitten vorbeiführte. Die Insel erkundigt man am besten per Motoroller, welche ihr in der Stadt an jeder Ecke mieten könnt. Wir raten euch, die Insel entgegen dem Uhrzeigersinn zu umfahren, da ihr dann stets am Meer entlangfahren könnt. Wir haben dies nicht getan und am Ende „teuer“ bezahlt.

Mit unserem Roller sind wir mit dem Uhrzeigersinn erst auf die andere Seite der Insel gefahren. Die Mayaruinen haben wir links liegen gelassen, da diese nach Aussage unseres Hosts im Hostel nicht wirklich sehenswert seien (v.a. wenn man unsere Route hinter sich hat). Auf der anderen Seite der Insel angekommen fing dann der Spaß an – im Roller, am Meer entlang zu düsen und an einzelnen Strandabschnitten oder Bars anhalten und aufs Meer rausschauen – ein sehr cooles Gefühl! An einem kleineren Tümpel im Landesinneren sahen wir sogar zwei Krokodile, welche seelenruhig, keine zehn Meter entfernt von der Straße, in der Sonne lagen – Wahnsinn!

Am Playa Palancar, einer der wenigen öffentlichen Strandabschnitte, machten wir dann Pause und legten uns ans Meer. Konnte der Strand in Tulum uns noch sehr begeistern, hielt sich unsere Freude hier etwas in Grenzen. Der Strand war nicht sehr sauber und die Liegen lagen sehr eng zusammen – wirkliche Entspannung konnte irgendwie nicht aufkommen, weshalb wir uns schnell wieder auf den Weg machten. Nach einigen Kilometern teilte sich dann die Straße und wir fuhren weiter am Meer entlang. Obwohl uns einzelne Autos gelegentlich Lichthupe gaben, fuhren wir nach einem kurzen Snack in einem der Restaurants weiter und wurden fix von der entgegenkommenden Polizei aus dem Verkehr gezogen. Offenbar waren wir entgegen der Einbahnstraße gefahren, die Polizisten kassierten meinen Führerschein ein und signalisierten uns ihnen zu folgen. Zurück an der Hauptstraße kam dann die Strafe: 40 Dollar bitte, zahlbar sofort, oder am Folgetag im Police Office in der Stadt. Da wir am Folgetag zurückflogen, kam dies nicht in Betracht, 40 Dollar fanden sich jedoch auch nicht mehr im Portemonnaie. Nach kurzem Verhandeln (wir verzichten auf eine Quittung, er auf 20 Dollar) wurden wir uns dann einig und wir durften mit Führerschein in die richtige Richtung, weit weg vom Meer, weiterfahren.

Playa del Carmen

Am nächsten Tag ging es dann nachmittags für uns zurück nach Playa del Carmen, wo wir nur eine Nacht verbrachten und am nächsten Morgen mit dem Bus direkt zum Flughafen fuhren.

Cozumel und wie dann später auch Playa del Carmen sind ansonsten amerikanische Touristenhochburgen – mit allen Klischees und Vorurteilen. Während Cozumel noch mit etwas Natur und einer schönen Rollertour überzeugen konnte, bot Playa del Carmen recht wenig Argumente für einen längeren Aufenthalt.

 

Busfahren in Mexiko, Guatemala und Belize

Von Stadt zu Stadt kommt ihr am besten mit öffentlichen Reisebusse. Die Gesellschaften der erste Klasse Linien (z.B. Ado) sind super modern und haben sehr bequeme Sitze und sind klimatisiert (manchmal etwas zu gut, also denkt daran eine Jacke oder Schal zum umlegen mitzunehmen). Das Reisen mit den Bussen ist super einfach, flexibel und entspannend. Die Busse fahren regelmäßig in die meisten Städte. Ihr könnt einfach spontan zum Schalter gehen und euch dort Tickets kaufen. Die Preise sind super fair. Einmal sind wir mit Mayab (eine zweite Klasse Buslinie) gefahren. Hier ist der Bus schon etwas schlechter ausgestattet und im Gegensatz zum Ado kann man gefühlt überall ein und aussteigen wo man möchte. D.h. es kann auch mal vorkommen, dass der Bus unterwegs anhält und jemanden der and er Straße steht mitnimmt.

Wie wir von Mexiko über die Grenze nach Guatemala gekommen sind, könnt ihr hier lesen.

Hotels buchen in Mexiko

Wir haben immer sehr schöne Hotels zu fairen Preisen gehabt. Diese haben wir alle 1 Abend vorher direkt aus Mexiko gebucht. So waren wir flexibel, falls wir doch noch einmal irgendwo eine Nacht länger bleiben wollten. Unser Budget ungefähr pro Nacht für uns beide 30-40€ einzuhalten, konnten wir immer sehr gut einhalten. Lediglich in Cancun und in Tulum waren wir etwas unzufrieden und hätte dort doch etwas mehr investieren sollen.

Detaillierte Übernachtung je Ort

Cancun

3 Nächte

Valladolid

2 Nächte

Merida

1 Nacht

Campeche

2 Nächte

Palenque

2 Nächte

Flores

2 Nächte

Caye Caulker

2 Nächte

Bacalar

2 Nächte

Tulum

2 Nächte

Cozumel

2 Nächte

Playa del Carmen

1 Nacht

 

Kosten für eine Rundreise mit dem Rucksack durch Mexiko, Guatemala und Belize

In Mexiko, Guatemala und Belize kann man in Summe sehr gut mit dem Rucksack reisen und mit den öffentlichen Reisebussen durch das Land fahren. Wir fanden das Preis-Leistungs-Verhältnis für die Reise sehr fair. Der Flug von Düsseldorf nach Cancun und zurück hat 633,50€ pro Person gekostet. Für die Übernachtungen haben wir für 21 Nächte für uns beide zusammen 635,60€ bezahlt – pro Nacht also im Durchschnitt 30€. Frühstück hatten wir manchmal direkt im Zimmerpreis enthalten. Manchmal sind wir für wenige Mexikanische Pesos auch Frühstücken gegangen. Generell war das Essen sehr gut zu niedrigen Preisen. In Bacalar haben wir ein Paar getroffen, die etwas überrascht waren wie „teuer“ Mexiko ist. Aber sie haben es auch mit Thailand verglichen. Da liegt Mexiko natürlich schon drüber. In Summe haben wir für die 3 Wochen Rundreise mit dem Rucksack ca. 2.300€ pro Person bezahlt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.